LTS-Version in der Praxis
Für Redakteurinnen und Redakteure
Als Redakteur oder Redakteurin müssen Sie über LTS-Versionen in der Regel nicht aktiv nachdenken – das ist Aufgabe der Administration. Trotzdem gibt es mehrere Punkte, an denen Ihnen das Versionsthema im Arbeitsalltag begegnet.
Die LTS-Version bestimmt, welche Backend-Funktionen Ihnen überhaupt zur Verfügung stehen. Zwischen zwei LTS-Versionen ändern sich Oberfläche, Texteditor und Arbeitsabläufe teilweise deutlich. Wenn Sie in einer Anleitung, einem Video oder einem Forenbeitrag eine Funktion beschrieben finden, die Sie in Ihrem Backend nicht wiederfinden, liegt das häufig an einer abweichenden Version. Zu wissen, auf welcher LTS-Version Sie arbeiten, spart Ihnen an dieser Stelle viel Sucherei. Sie finden die Version im TYPO3-Backend oben links neben dem TYPO3-Logo.
Auch bei Schulungsunterlagen und Dokumentation ist die Version entscheidend. Redaktionshandbücher mit Screenshots sind an eine konkrete TYPO3-Version gebunden. Nach einem LTS-Upgrade sollten diese überarbeitet werden, um Verwirrungen zu vermeiden.
Ein anstehendes LTS-Upgrade hat zudem direkte Auswirkungen auf Ihre Redaktionsplanung. Während des Upgrades steht das TYPO3-Backend in der Regel kurzzeitig nicht für die Bearbeitung zur Verfügung. Deshalb wird zwischen Redaktion und Integration bzw. Administration ein Redaktionsschluss vereinbart: ein fester Zeitpunkt, ab dem keine Inhalte mehr gepflegt werden, damit während der Migration keine Änderungen verloren gehen. Klären Sie diesen Termin frühzeitig ab und legen Sie Kampagnen, Pressemitteilungen und andere Veröffentlichungen entsprechend davor oder danach.
Nicht zuletzt lohnt sich der Blick auf die Version, wenn Sie sich neue Funktionen wünschen. Manche Anforderung, die Ihnen die Arbeit erleichtern würde, ist im Core einer neueren LTS-Version bereits enthalten. Statt eine individuelle Lösung zu beauftragen, ist das Upgrade dann oft der bessere Weg.
Für Administratoren und Integratoren
Sie sind es, die den Versionsstand im Blick behalten und Upgrades vorbereiten müssen. Die folgenden Punkte gehören zum Standardvorgehen im Umgang mit LTS-Versionen:
- Welche Version ist aktuell? Prüfen Sie auf get.typo3.org und in der offiziellen TYPO3-Roadmap, welche LTS-Version aktuell empfohlen wird. Aktuell ist das TYPO3 v14 LTS.
- Auf welcher Version läuft Ihre Instanz? Das finden Sie heraus im TYPO3-Backend oben links neben dem TYPO3-Logo oder über die Kommandozeile: /vendor/bin/typo3 --version.
- Wann endet der Support Ihrer Version? Die Supportzeiträume sind auf get.typo3.org aufgeführt. Behalten Sie den Supportzeitraum Ihrer aktuell genutzten Version im Auge.
- Planen Sie LTS-Upgrades frühzeitig. Ein Major-Upgrade von einer LTS auf die nächste ist kein Routine-Update, sondern ein Projekt. Kalkulieren Sie je nach Komplexität eines Projektes einen ausreichenden Vorlauf für Analyse, Tests und Umsetzung.
- Composer-basierte Installation nutzen. LTS-Upgrades sind bei Composer-basierten TYPO3-Installationen erheblich einfacher zu verwalten als bei klassischen Installationen.
- Extensions vor dem Upgrade prüfen. Nicht alle Drittanbieter-Erweiterungen unterstützen von Beginn an die neue LTS-Version. Ein Extension-Kompatibilitätscheck ist Pflicht.
- Auf einer Staging-Umgebung testen. Führen Sie das Upgrade niemals direkt auf dem Produktivsystem durch. Datenbank-Migrationen und Breaking Changes im Core und in Extensions erfordern ausreichende Testzeit.